Archiv von Haemes Senf

17. Februar 2018

Was funktioniert, ist ein Destillat aus dem, was nicht funktioniert

Hätten wir uns als Kinder keine Fehler erlaubt, könnten wir nicht laufen. Fehler bringen uns weiter.

«Lieber gar nicht bewegen, als in die falsche Richtung zu bewegen», ist eine weit verbreitete Haltung in unserer von unglaublichen Veränderungen geprägten Zeit. Die Motivation dahinter ist Angst vor Fehlern. Angst vor einer Investition ins Falsche. Und damit verlorenes Geld, welches womöglich nicht mehr wettgemacht werden kann und einem gebeutelten Unternehmen letztlich den Kopf kosten könnte. Irgendwie nachvollziehbar. Aber super gefährlich: Verweigerung, Schockstarre und Vogel-Strauss-Taktik führen nicht aus dem heraus, was nicht mehr funktioniert.

Was funktioniert, ist ein Destillat aus dem, was nicht funktioniert

Was wirklich funktioniert, welche Dienstleistungen/Produkte einschlagen, kann dir niemand auf dem Tablet servieren. Keine 10-Punkte-Liste in einschlägiger Management-Literatur. Und schon gar kein E-Book, das du gegen deine Email-Adresse bei Transformations-Gurus holen kannst. Es muss getestet werden. Endlos, es ist eine Haltung. Eine Haltung des Scheiterns, des Fehler-Machen-Dürfens. Je mehr Ideen du oben reinschmeisst, umso grösser die Chance, dass eine einschlägt und du durchstartest.
Gescheiterte Ideen sind nur ein kulturelles Problem: «Man macht keine Fehler, wenn man gut ist». Das Argument mit den Kosten (Fehler sind teuer) zählt nicht. Fehler sind nur dann teuer, wenn sie möglichst lange vertuscht werden. Sprich, wenn eine Idee zur Umsetzung gemurkst wird, ohne vorher an einem pragmatischen Prototyp getestet worden zu sein (siehe Design Thinking).

Und jetzt stell dir vor, du hättest dir als Kind keine Fehler erlaubt. Du würdest heute noch auf allen vieren daherkommen, weil du nie laufen gelernt hättest. Einfach aus der Haltung heraus, «lieber gar nicht bewegen, als in die falsche Richtung zu bewegen».

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7. Februar 2018

Folien Talk „Publishing der Zukunft“ bei der IDUG Hannover

Die «digitale Transformation» hat das Publishing komplett auf den Kopf gestellt. Relevanter Inhalt wird heute in drei oder mehr Ausgabekanälen gleichzeitig veröffentlicht. Während die Ausgabekanäle immer vielfältiger werden, nimmt das zur Verfügung stehende Budget eher ab. Also muss die Produktion effizienter werden. Das geht nur mit neuer Denkweise, neuen Werkzeugen, neuen Prozessen. Und vor allem durch Verstehen des Kunden!

Das die Ausschreibung zum Talk bei der IDUG (InDesign User Group) in Hannover vom 7. Februar 2018. Im Download-Bereich findest du die Folien des Talks.

27. Januar 2018

Update für InDesign-Template auf Version 24

Heute habe ich meine InDesign-Vorlagendatei aktualisiert. Nur eine kleine Änderung: Der XML-Tag „root“ ist jetzt kleingeschrieben. InDesigns Standard-Schreibweise ist gross. Das jedoch entspricht nicht der allgemeinen Praxis und macht den XML-Import unnötig aufwändig.

Download InDesign-Vorlage

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22. Januar 2018

Baue nicht auf fremdem Grund

«Wenn wir das ausrollen, wirst du weniger öffentlichen Inhalt wie Beiträge von Unternehmen, Marken und Medien sehen», beschreibt Mark Zuckerberg seine neusten Änderungen im Facebook-Newsfeed. Das ist nicht, was sich Medienhäuser und Blogger wünschen. Laut Zuckerberg ist es aber, was sich sein Publikum wünscht. Umfangreiche Forschungen hätten zu diesem Ergebnis geführt.

Ich glaube eher, dass Facebook Druck auf Publisher machen will: Reichweite gegen Kohle. Doch meine Vermutung ist komplett egal. Facebook ist uns allen nichts schuldig. Facebook bietet die Infrastruktur, finanzieren tun wir diese mit unserer Präsenz, unseren Daten. Ein gängiges Businessmodell im Web.

Was können wir lernen?

«Baue nicht auf fremdem Grund», in diesem Fall auf der Facebook-Infrastruktur. Kommt das Fundament ins Wackeln, kommt das Geschäftsmodell ins Wackeln. Social-Media-Plattformen sind keine Fundamente für uns Publisher und Blogger. Es sind Transport-Vehikel zum eigenen Angebot.

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22. Januar 2018

XML oder HTML zum Erfassen von Inhalt? Was ist besser?

«Content First Publishing» setzt voraus, dass Inhalt neutral und unabhängig des späteren Ausgabekanals erfasst wird. Was ist dafür besser geeignet – HTML oder XML? Dieser Frage gehe ich in meinem Beitrag im Publishingblog.ch nach.

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15. Januar 2018

Für mich ist klar: Das ist das Ende der App-Stores und die Demokratisierung des App-Marktes

App ohne Stores vertreiben? Direkt mit dem Web CMS – zum Beispiel WordPress – erstellen? Funktionell gleich wie die mobile Website? Aber soll auch offline laufen, GPS nutzen und bei geschlossenem Browser Push-Nachrichten empfangen können? Yep, geht. Mit PWA’s (Progressive Web Apps). Eine coole Idee von den Google Chrome-Entwicklern, als öffentlicher Standard freigegeben. Lies dazu meinen Beitrag im Publishingblog.ch.

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8. Januar 2018

So funktionieren erfolgreiche Firmen im 21. Jahrhundert, aus dem Publishingblog

Im Publishingblog habe ich über die sogenannte „horizontale Vernetzung“ berichtet (Video 2:12)

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2. Januar 2018

2018 wird konkret. Und auch nicht ganz schmerzfrei.

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. – Mahatma Gandhi

Im Publishingblog haben wir neu die Kategorie «Digital-Kultur» geschaffen. Damit meinen wir nicht «digitale Kultur». Der Mensch macht die Kultur aus und der ist analog, darum kann die Kultur auch nicht digital sein. Jedoch sind wir in einem unglaublichen kulturellen Wandel. Das 20. Jahrhundert war die «Industrialisierung», geprägt von Effizienz-Steigerung. Das 21. Jahrhundert ist drauf und dran, als «Digitalisierung» in die Geschichte einzugehen. Wie die «Industrialisierung» die Kultur des 20. Jahrhunderts geprägt hat, prägt die «Digitalisierung» die Kultur des 21. Jahrhundert, es etabliert sich die «Digital-Kultur».

2018 leitet Phase 4 ein

Wenn ich das ausserhalb meines Silos, meiner Blase so erzähle, werde ich ignoriert und belächelt (Phase 1 und 2 gemäss Gandhi, siehe Zitat oben). Innerhalb der Publishing-Szene werde ich von immer weniger Leuten (dafür) immer heftiger bekämpft (Phase 3 gemäss Gandhi). Das geht dir vermutlich genau gleich, sonst würdest du das hier wohl nicht lesen. Jetzt müssen wir unbeirrt weitermachen, bis Phase 4 eintritt. Ich gehe davon aus, dass 2018 in vielen Belangen die Phase 4 einleitet. Und ich freue mich darauf!

Das trage ich konkret dazu bei

Unser Academy-Gedanke findet immer mehr Freunde. Wir sind aktuell an einem Konzept (nach Design Thinking) und werden in Kürze informieren können und weitere Unterstützung brauchen. Ich werde mich bei denen melden, die uns bereits das Angebot zur Unterstützung gemacht haben.

Im Publishingblog haben wir neue Autoren an Bord, die uns thematisch super ergänzen. Das heisst, die Information wird für noch mehr Personen relevant. Zudem werden wir im 2018 die Version 2.5 des Blogs entwickeln und veröffentlichen.

Ich habe vor, auf Ende 2018 wieder mal ein kleines, gedrucktes Buch zu veröffentlichen, seid gespannt!

Und noch technisch: 2018 wird WordPress 5.0 für viel Wirbel sorgen (Gutenberg-Editor) und das InDesign-Team sinniert auch über ganz Grosses.

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21. Dezember 2017

Mach das, was dich kaputt macht

Sind wir ehrlich: Unser «Bauch» weiss mehr, als unser Verstand. Das ist nicht Psychologie, nicht Spiritualität – das ist Biologie. Aber Bauchgefühle sind nicht messbar und haben somit in der klassischen Bildung und in der Wirtschaftslehre des 20. Jahrhunderts keinen Platz. Trotzdem geht es uns regelmässig so, dass wir «spüren», was wir sollten, aber der Verstand rechtfertigt es noch nicht, also bleibt es auf der Strecke.

Um genau dieses «Auf-den-Bauch-Hören» – oder schlicht mit sich ehrlich sein – geht es mir heute. Dein Bauch weiss haargenau, was dein Geschäft oder deine Arbeit bedroht, überflüssig macht, disruptiv ersetzt. Sprich es aus! Besprich es mit deinem Team, mit deinen Liebsten und handle! Genau das, was dein Geschäft durch die Digitalisierung disruptiv kaputt macht, machst du jetzt. Warum? Weil es sonst ein anderer macht und du weg bist.

Überlege, was dein Geschäft disruptiv kaputt machen kann. Und genau das machst du dann. Sonst macht es ein anderer.

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